Wie verläuft eine Therapie?

Beim Erstgespräch ist es sinnvoll, dass die Erziehungsberechtigten gemeinsam mit ihrem Kind kommen, um die aktuelle Problematik zu erklären, danach können bis zu fünf psychotherapeutischen Sprechstunden und bis zu fünf Probesitzungen folgen. Die Probesitzungen haben die Aufgabe, sich näher kennen zu lernen und Vertrauen zu der Therapeutin aufzubauen. In den Probesitzungen wird die bisherige Entwicklungsgeschichte des Kindes bis zur aktuellen Problematik mit den Eltern durchgesprochen.
Es folgt während der psychotherapeutischen Sprechstunde eine Diagnostikphase. In der Regel werden entsprechend der aktuellen Problematik standardisierte Tests und ergänzende Fragebögen benutzt, um die Diagnose genauer zu stellen.
Sinnvoll ist, dass die Therapeutin Kontakt mit dem Kindergarten oder der Schule (Vertrauenslehrer/in) aufnehmen kann, um so ein umfassendes Bild zu erhalten. Hierzu ist eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern notwendig.
Als nächster Schritt wird mit Eltern und Kind eine konkrete Zielfestlegung vereinbart und es werden daraus folgend die wöchentlich stattfindenden Therapieinterventionen eingeleitet. Dem Kind werden unpassende Verhaltensmuster anschaulich gemacht und es werden neue Möglichkeiten zur Problembewältigung aufgezeigt. Der Jugendliche oder das Kind lernt, sich in kleinen Schritten in eine förderliche Richtung zu entwickeln.

Nach bestimmten Therapieabschnitten wird eine Therapiezwischenauswertung durchgeführt. Hierbei können aktuelle Wünsche geäußert und gegebenenfalls weitere Ziele vereinbart werden. In der Abschlussphase geht es darum, die erreichten Verhaltensänderungen zu festigen. Die Sitzungen finden in dem letzten Therapieabschnitt dann in größeren Zeitabständen statt.